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VW: Gibt Blick auf den Transporter der Zukunft frei
04.12.2018

Mit dem VW Transporter schickt Deutschlands Top-Autobauer – ungeachtet aller Diesel-Turbulenzen – seit Jahren den „König der leichten Nutzfahrzeuge“ an den Start. Jetzt zeigten die Wolfsburger auf der L.A. Auto Show einen möglichen Nachfolger – das hypermoderne Elektrofahrzeug I.D. Buzz Cargo. Mögliches Debüt: Nicht vor 2022, wie es hieß. Stattdessen gibt’s nächstes Jahr erstmals ein E-Cargobike mit VW-Logo.

Vergangenes Jahr hatte VW in Detroit erstmals das Konzept eines E-Bullys mit dem Namen I.D. Buzz gezeigt. Auf der gerade stattfindenden Autoshow in Los Angeles präsentierten die Wolfsburger nun eine Ableitung dieses Modells für den Einsatz als leichtes Nutzfahrzeug, eben als typischen „Handwerker-Bully“: Den I.D. Buzz Cargo. Bei VW könnte man sich ein Seriendebüt 2022 vorstellen, ließ man wissen.

Ein paar wichtige Eckdaten für das Fahrzeug, das in L.A. als Servicefahrzeug für ein Motorsport-Team präsentiert wurde, haben die Wolfsburger bereits parat. Je nach Größe des verbauten Akkupacks (48 bis 111 kWh) komme der Cargo auf Reichweiten zwischen etwa 320 und 540 Kilometer. Die Batterie wird VW zufolge kombiniert mit einem 201 PS (150 kW) starken Elektromotor, einem stufenlosen Automatikgetriebe und einem Hinterradantrieb. Die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs ist elektronisch begrenzt auf 160 km/h.

Der etwas über fünf Meter lange und gut zwei Meter breite Elektrotransporter verfügt dem Hersteller zufolge über interaktive LED-Leuchten an der Front, die nicht nur die Straße ausleuchten, sondern auch, wie es hieß, „mit Fußgängern kommunizieren“ sollen. Ein Solardach soll die Reichweite des Fahrzeugs um bis zu 15 Kilometer verlängern können. Alle Türen des Fahrzeugs ließen sich elektrisch via Digitalschlüssel vom Smartphone öffnen.

Was das Mobiliar anbelangt, ist das VW-E-Mobil ganz „handwerkertypisch“ ausgestattet: Fahrersitz plus Doppelsitzbank rechts. Allerdings kann der mittlere Sitz heruntergeklappt werden, was eine Art Arbeitsplatz eröffnet, an dem der Fahrer ein integriertes Tablet nutzen kann. Übrigens auch während der Fahrt, denn der Cargo kann laut VW auch autonomes Fahren. Um das zu aktivieren, muss der Cargo-Kapitän nur einige Sekunden lang auf das Lenkrad drücken, das sich dann in die Instrumententafel zurückzieht. Auch Rückspiegel gehören im Konzeptfahrzeug der Vergangenheit an. Stattdessen projizieren Kameras die entsprechenden Bilder auf kleine Screens in der Kabine.

Im Frachtraum herrscht ebenfalls Hightech. In Zusammenarbeit mit dem deutschen Ausrüstungsspezialisten Sortimo hat VW nach eigenen Angaben ein Regalsystem für das Konzeptfahrzeug entwickelt, das mit dem Bordnetz und via Mobilfunk mit einem Job- oder Auftragssystem eines Unternehmens verbunden werden kann. So soll es etwa möglich sein, die Veränderung des Artikelbestands in den Fahrzeugregalen in Echtzeit zu verfolgen und anhand dieser Daten von außen eine Tourenplanung vorzunehmen. Auch 230V-Steckdosen (16A) sind im Laderaum verbaut, so dass der Handwerker eine Vielzahl von Werkzeugen über die Bordbatterie betreiben und das Fahrzeug als vollkommen autonome Werkstatt nutzen kann.

Während der I.D. Buzz noch Zukunftsmusik ist, will VW nach eigener Darstellung ein anderes, ebenfalls elektrisch betriebenes Nutzfahrzeug schon ab nächstem Jahr ausliefern: Ein Cargo-E-Bike. Das ebenfalls in Los Angeles gezeigte Gefährt wird dem Hersteller zufolge von einem 250-Watt-Motor und einer Lithium-Ionen-Batterie unterstützt und kann eine Nutzlast von gut 200 Kilo tragen. Besonderheit: Die Ladefläche besitzt eine Art Nivellier-Automatik, die das Ladegut stets im Lot halten soll.

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