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Peugeot: Neuer 125er GT-Roller und Einstieg ins Motorradsegment
08.10.2018

Der INTERMOT in Köln blieb Peugeot zwar fern, dafür gab man in Paris ordentlich Gas. Der französische Hersteller zeigte nicht nur neue Roller mit Verbrenner- und E-Antrieb, sondern erstmals auch wieder Motorräder. Im 120. Jahr des Bestehens gleichsam eine Rückkehr zu den eigenen Wurzeln.

Costatino Sambuy, CEO von Peugeot Motorrad (oder „Peugeot Motocycles“, wie der Franzose sagt), verkündete auf der Mondial de la Moto in Paris, die zeitgleich zur Intermot in Köln stattfand und noch bis 14. Oktober läuft, eine Art grundlegender Kurskorrektur des Unternehmens. Bei Peugeot will man sich künftig nicht länger alleine auf die Zwei- und Dreiradgattung Roller konzentrieren, sondern ausdrücklich weitere Fahrzeugkonzepte in das eigene Sortiment aufnehmen. Dazu zählen leichte Motorräder ebenso wie Elektrofahrzeuge mit vielfältigen Einsatzspektren. Peugeot kehrt mit seiner Produkt- und Konzeptoffensive gleichzeitig auch zu den eigenen Anfängen zurück: Vor 120 Jahren waren es Motorräder, die den ersten Schritt des Herstellers auf dem Weg zur Weltmarke und zum globalen Fahrzeuganbieter markierten.

Sambuy enthüllte in Paris zwei Motorräder, die unter dem Arbeitstitel „P2X“ offiziell zwar noch Konzeptstatus haben, aber mit einer sehr fein ausgearbeiteten Konfiguration bereits nah an den künftigen Serienstandard heranreichen dürften. Die beiden Modelle – ein Roadster und ein Cafe Racer – sollen, so das Unternehmen, jeweils mit 125 und 300 Kubikzentimetern Hubraum vorfahren. Das klassische Layout der Konzeptbikes, das lassen die ersten Bilder erahnen, wird geprägt von einem Stahlrahmen in Doppelschleife mit bewährtem Aufhängungs-Setup – hinten konventionell mit zwei Federbeinen, vorne als Upside-Down-Gabel ausgeführt. Das neuentwickelte, wassergekühlte Einzylinder-Triebwerk, das in den Bikes zum Einsatz kommen soll, setzt laut Peugeot auf zwei obenliegende Nockenwellen. Dem Zeitgeist Rechnung tragen sollen Features wie Smartphone-Integration und Navigationsfunktion im Vollfarb-TFT-Display. Wann die Bikes Marktrealität werden, ließ der Hersteller allerdings noch offen.

Keinen Konzeptstatus, sondern bereits volle Handelstauglichkeit offenbarte ein neuer GT-Roller namens Pulsion, den Peugeot in Paris enthüllte. Das sehr sportlich gezeichnete und am Stammsitz des Herstellers in Mandeure entwickelte und gefertigte Achtelliter-Fahrzeug wird laut Hersteller in den beiden Ausstattungslinien „Allure“ und „RS“ mit einer Vielzahl an modernen Features vorfahren. Dazu zählen LED-Licht an Front und Heck, integriertes GPS, TFT-Display und vieles mehr. In diesem Hightech-Ornat liefert der Pulsion beste Argumente im Kräftemessen gegen namhafte Konkurrenz wie Honda Forza 125 oder Yamaha NMAX 125. Zumal er sich, das ließ man bei Peugeot wissen, preislich auf Höhe des Satelis bewegen wird, der aktuell mit um die 4.500 Euro gelistet ist.

Offensiv geht man im Hause Peugeot auch das Thema Elektromobilität an. Im dritten Quartal 2019 will man eine E-Version des Stadt-Scooters Ludix auf die Straße bringen, in Kürze fährt die bereits dritte Generation des elektrischen Lastenscooters Peugeot 2.0 vor, der hierzulande lediglich im Flottengeschäft verfügbar ist. Zwei weitere auf der Mondial de la Moto vorgestellte Studien – ein E-Dreirad auf Basis des Metropolis und ein Roller-Pkw-Hybrid namens EU-LIVE – unterstreichen den breiten Ansatz, den Peugeot in seiner E-Offensive wählt.

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