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Kawasaki: Holt die W800 wieder aus der Versenkung
03.12.2018

2016 hatte Kawasaki die Waffen gestreckt und Euro4-bedingt das Retro-Bike W800 aus dem Modellprogramm genommen. Jetzt kehrt das Neoklassik-Motorrad gleich als doppeltes „Flottchen“ zurück: In einer Street- und Cafe-Version.

Kawasaki hat eine Adventskerze der besonderen Art angezündet. Nachdem man den Motorradfans bereits auf den Herbstmessen Intermot und Eicma etliches frisches Material für 2019 vorgestellt hatte, schob man auf der Custombike-Show in Bad Salzuflen (30. November bis 2. Dezember) noch ein Schmankerl hinterher: Das Comeback des Retro-Bikes W800, dazu gleich in zwei Varianten: Street und Cafe.

Beide Motorräder besitzen den inzwischen legendären Königswellenmotor, der seine A2-führerscheinfreundlichen 35 kW aus 773 Kubikzentimetern schöpft. Auch wenn bei den beiden Klassikern vieles an die Vorgängermodelle erinnern mag, so sind es laut Kawasaki doch „zu 90 Prozent neue Motorräder“, viele Komponenten habe man aktualisiert. Zwei Beispiele: Euro4-bedingt wird die W800 anno 2019 auch am Heck von einer Scheibenbremse eingebremst, ABS ist als Euro4-Pflichtkomponente ebenfalls an Bord. Zudem mag der Hersteller auch beim Klassiker nicht auf LED-Technik im klassischen Scheinwerfergehäuse verzichten. Beim Street-Modell verbaut Kawasaki einen breiten Lenker, der für eine aufrechte Sitzposition sorgt, während die Cafe-Version mit Cockpit-Verkleidung, M-Lenker und Höckersitzbank eine sportlichere Sitzposition erzwingt.

Mit der W800 Final Edition in dunkelbraun-metallic/orangefarbener Lackierung hatte Kawasaki 2016 das vorläufige Ende der W-Reihe besiegelt. Debütiert hatte die Reihe auf der Intermot 1998 in Gestalt der W650. Damals eine echte Überraschung: Kaum jemand hatte damit gerechnet, dass je wieder ein Hersteller die aufwändige Königswelle zur Steuerung einer oben liegenden Nockenwelle in einem Serienmotorrad einsetzen würde. Die Nachfolge der 650er trat 2011 die W800 an, die mehr Hubraum und eine Einspritzanlage spendiert bekommen hatte.

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