Italiens Zweiradindustrie-Verband ANCMA fordert staatliche Kaufanreize für das motorisierte Zweirad.
Italiens Zweiradindustrie-Verband ANCMA fordert staatliche Kaufanreize für das motorisierte Zweirad. (© WoB)
Branche

Italiens Verband fordert Staatszuschuss für Zweiradkauf
27.04.2020

Der italienische Zweirad-Industrieverband ANCMA möchte, dass staatliche Förderung im Land nicht ausschließlich für emissionsfreie Zweiräder gezahlt wird, sondern auch für Verbrenner-Mopeds und Motorräder. Und begründet dies auch.

ANCMA-Präsident Paolo Magri ließ via Pressemitteilung seines Verbandes verkünden, dass aktuell 255 Millionen Euro in einem Klima-Fonds Italiens ungenutzt herumlägen, die eigentlich dafür gedacht seien, den privaten Kauf eines Fahrrads oder E-Bikes mit bis zu 1.500 Euro zu fördern. Man halte es aber für notwendig, sämtliche Maßnahmen zu harmonisieren, die darauf abzielten, die Mobilität auf zwei Rädern zu verbessern. Und dazu zählten eben auch staatliche Kaufanreize für konventionell angetriebene, motorisierte Zweiräder.

Das Zweirad – egal ob Verbrenner oder elektrisch angetrieben – habe viele Vorteile im Vergleich zum Auto oder dem öffentlichen Nahverkehr: Die in Coronazeiten geforderte soziale Distanz könne eingehalten werden, Zweiräder seien umweltverträglicher als viele andere Verkehrsmittel, der Parkraum werde geschont, es gebe weniger Auswirkungen auf den Stadtverkehr, so der Verbands-Chef.

Dem Zweirad komme beim Wiederhochfahren des Individualverkehrs im Land nach der Corona-Krise eine große Bedeutung zu. „Aus diesem Grund fordern wir, dass Kaufanreize wirtschaftlicher oder steuerlicher Art auch für Mopeds und Motorräder vorgesehen werden“, unterstrich Paolo Magri.

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