Branche

INTERMOT: IVM und Koelnmesse positionieren Messe neu
19.02.2026

Die INTERMOT wird künftig deutlich früher im Jahr stattfinden: Vom 12. bis 14. Februar 2027 rückt die traditionsreiche Motorradmesse in Köln an den Saisonstart.

Diesen Beschluss fasste die außerordentliche Mitgliederversammlung des Industrie-Verband Motorrad Deutschland e. V. (IVM) am 10. Februar 2026. Gemeinsam mit der Koelnmesse treiben Verband und Messegesellschaft damit die strategische Neuausrichtung konsequent voran.

Ziel ist es, die INTERMOT wieder als zentrale Leitmesse der Motorradbranche in Deutschland zu etablieren – als Fixstern für Industrie, Handel und Community.

Starkes Signal der Branche

„Deutschland braucht eine starke, überregionale Motorradmesse“, betont Mike Sommer, Leiter BMW Motorrad Deutschland und IVM-Präsident. Mit der Verlegung an den Saisonauftakt und der geplanten Erweiterung von zwei auf vier Hallen soll die INTERMOT wieder zur umfassenden Plattform für Motorräder, Roller, Bekleidung, Zubehör, Reisen und Erlebnisse werden. BMW Motorrad habe seine Teilnahme bereits zugesichert.

Auch Uwe Seitz, neuer Hauptgeschäftsführer des IVM, spricht von einem klaren Votum der Branche für eine große, zentrale Motorradmesse. Der Zuspruch zahlreicher Hersteller und Zubehöranbieter unterstreiche die wirtschaftliche Bedeutung des Formats für den deutschen Motorradmarkt.

Der IVM vertritt rund 50 Mitgliedsunternehmen und repräsentiert nach eigenen Angaben über 95 Prozent des deutschen Motorradmarktes – von Motorrad- und Rollerherstellern bis hin zu Bekleidungs- und Ausrüstungsanbietern.

Köln setzt auf internationale Strahlkraft

Oliver Frese, Geschäftsführer der Koelnmesse, bezeichnet die INTERMOT als „emotionales Zentrum und wirtschaftliche Plattform“ der Branche. Mit dem neuen Termin setze man ein bewusstes strategisches Signal und entwickle die Messe zu einer Leitveranstaltung mit neuer internationaler Strahlkraft weiter.

Breite Unterstützung aus der Industrie

Rückendeckung kommt unter anderem von:

• Honda: Albert Erlacher (Head of Motorcycles) spricht von einem notwendigen gemeinsamen Auftritt der Branche zum Saisonstart.

• Yamaha Motor Europe: Marcel Driessen (Country Manager Deutschland und IVM-Vizepräsident) sieht Planungssicherheit und eine verlässliche Plattform für alle Stakeholder.

Royal Enfield DACH: Edgar Kleinbergen betont die Rolle der INTERMOT als Impulsgeber im dynamischen Markt.

Zero Motorcycles: Ralf Czaplinski hebt die Bedeutung von Live-Erlebnis und persönlichem Austausch hervor – gerade im Bereich Elektromobilität.

Pirelli Deutschland: Martin Schaumlöffel sieht im Februar-Termin den idealen Zeitpunkt vor Saisonbeginn.

Motul: Adrian Wahl begrüßt die stärkere Positionierung als Leitmesse für B2C und B2B.

HOREX Motorcycles: CEO Karsten Jerschke unterstreicht die Signalwirkung für Markt, Gesellschaft und Politik.

Auch der Zubehör- und Bekleidungsbereich stellt sich geschlossen hinter die Neuausrichtung. 2Ride Germany sowie Stadler Motorradbekleidung kündigen ihre Unterstützung und Teilnahme 2027 an.

Business und Community enger verzahnt

Mit dem Februar-Termin wird die Rolle der INTERMOT als offizieller Saison-Opener weiter geschärft. In der Phase, in der Kaufentscheidungen vorbereitet werden, bündelt die Messe Neuheiten, Trends und Produktvielfalt. Besonders in den Bereichen Zubehör, Bekleidung, Helme und Reifen sollen direkte Marktimpulse gesetzt werden.

Zugleich bleibt die bewusste Verzahnung von Business und Community zentrales Element des Konzepts. Die INTERMOT versteht sich als Netzwerkbühne, auf der Geschäftsrelevanz und Leidenschaft für das motorisierte Zweirad zusammenfinden.

Tags

Bleiben Sie auf dem Laufenden!

Newsletter
RSS Feed

Abo

Sie möchten die World of Bike abonnieren? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Aktuelle Ausgabe: 01/26