Gut gelaunte Runde: Die Teilnehmer der Preisverleihung im Rahmen des Awards World of Bike „Händler des Jahres“ 2019.
Gut gelaunte Runde: Die Teilnehmer der Preisverleihung im Rahmen des Awards World of Bike „Händler des Jahres“ 2019. (© World of Bike)
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„Händler des Jahres“ 2019: Award-Feier mit „Biss“
04.11.2019

Die Preisverleihung im Rahmen des Awards World of Bike „Händler des Jahres“ 2019 – einmal mehr unterstützt und getragen von den langjährigen „Paten“ Creditplus Bank, Total Deutschland und NGK Spark Plug – geriet wieder zu einem echten Event. Das Besondere diesmal: Es wurde nicht einfach nur gegessen, sondern unter Anleitung von Spitzenköchen auch gemeinsam gekocht. Und die Erkenntnis gewonnen: Netzwerken geht auch prima an Herd und Kochtopf.

Emel Aygün, Marketing-Managerin bei der Creditplus Bank, erhielt dicken Applaus; ihr nämlich hatten es die knapp 40 Teilnehmer der diesjährigen Preisverleihungs-Zeremonie im Rahmen des World of Bike-Awards „Händler des Jahres“ zu verdanken, dass man gemeinsam Gemüse schälte und schnippelte, Soßen anrührte und verfeinerte, Sahne schlug, Lachs marinierte und vieles mehr, um anschließend ein feines Dreigang-Menü zu verzehren – und dabei nicht nur Gelegenheit fand, nach Herzenslust zu netzwerken, sondern auch ordentlich Spaß zusammen hatte. Emel Aygün und die gastgebende Creditplus Bank waren die Masterminds hinter dem Aktiv-Event, der in den Räumen und mit Unterstützung von Reisers Kochschule im Mainfrankenpark Dettelbach stattfand, einer hochdekorierten Einrichtung, die vom bekannten Sterne- und TV-Koch Bernhard Reiser betrieben wird.

Bevor es aber an den prall bestückten Zutatentisch ging, widmete sich die gut gelaunte, hochkommunikative Runde zunächst ausgiebig dem Branchengeschehen und schärfte ihren Blick vor allem für jene Handelsunternehmen, die in diesem Jahr zum auserwählten Zirkel der „Händler des Jahres“ und damit zu den besten Zweirad-Fachbetrieben in Deutschland hinzustießen. World of Bike-Verleger Klaus Hüttinger, Macher und Mentor des Awards, der einst von NGK aus der Taufe gehoben worden war und in diesem Jahr zum 19. Mal ausgetragen wurde, würdigte die Leistungen der im wahrsten Wortsinne ausgezeichneten Betriebe. „Diejenigen, die heute hier sind, haben es auch verdient“, so Klaus Hüttinger.

Industrie profitiert von ihren Markenbotschaftern
Die Bewertungskriterien, nach denen die von der Industrie, Herstellern und Großhändlern vorgeschlagenen Award-Kandidaten beurteilt würden, seien vielfältig, vor allem aber bezögen sie sich nahezu ausnahmslos auf Leistungskategorien, bei denen der Kunde das Ziel der Bemühungen sei: Leidenschaft fürs Geschäft, ein hoher Umfang und eine herausragende Qualität im Service, ein außergewöhnliches Angebotsspektrum, Mut, Unternehmergeist, Kreativität und Anpacker-Mentalität. „Das Gesamtpaket muss stimmen“, unterstrich Klaus Hüttinger, der die Fahrzeughersteller und Zubehörlieferanten in dieses Postulat explizit einschloss und an die Industrie appellierte, sich noch klarer zum Fachhandel zu bekennen und das Engagement in diesem Feld deutlich auszuweiten: „Mit dem Titel ‚Händler des Jahres’ werden schließlich Ihre Markenbotschafter, Ihre Multiplikatoren gewürdigt.“

Händler-Elite 2019
Die Jury des renommierten Awards World of Bike „Händler des Jahres“ hatte in diesem Jahr die Unternehmen Börjes American Bikes in Augustfehn (1. Platz), Hänsle Motorradsport in Ettenheim (2. Platz) sowie das Fahrzeug-Center Schriewer in Bissendorf (3. Platz) auf das Treppchen der Bestplatzierten gehoben. Der Ehrenpreis „Helme und Bekleidung“ ging an das Traditionsunternehmen Josef Joy in Holzwickede. Michael Beck aus Freiburg, der sein Bekleidungsfachgeschäft nach 25 Jahren Marktpräsenz vor Kurzem geschlossen hatte, erhielt – eine Premiere im Wettbewerb – einen Ehrenpreis für sein Lebenswerk.

„Extrem kundenorientiert“
Patrick Rittich, Prokurist und Vertriebsleiter Absatzfinanzierung bei der Creditplus Bank, die traditionsgemäß die Patenschaft für den Drittplatzierten unter den „Händlern des Jahres“ innehat, lobte die versammelte Händlerschaft für ihre hohe Kompetenz und die Leidenschaft, mit der sie ihr Geschäft lebe und betreibe. „Sie sind der Dreh- und Angelpunkt für die Kunden“, betonte Patrick Rittich – und diese Zielrichtung, diesen Fokus teile sein Unternehmen uneingeschränkt. Den diesjährigen Bronze-Gewinner, das Unternehmen Schriewer aus Bissendorf nahe Osnabrück, für das Geschäftsführer Siegfried Schriewer-Calmer und Gattin Dagmar Calmer zur Preisverleihung angereist waren, lobte Patrick Rittich als extrem kundenorientiertes Unternehmen, das mit seinen zahlreichen Herstellermarken (u.a. Triumph, Honda, Kawasaki, Yamaha, Suzuki, Husqvarna, Peugeot) zudem ein überaus breites Fahrzeugangebot unterbreite. Überdies arbeite die Creditplus Bank seit 1997 mit diesem herausragenden Handelsbetrieb sehr erfolgreich zusammen. In diesem Zusammenhang wiederholte Patrick Rittich das Bekenntnis zur Branche, das sein Unternehmen bereits vielfach abgegeben hatte: „Das Motorradgeschäft ist und bleibt fester Bestandteil der Strategie von Creditplus.“

„Tolles Team“
Für Alina Kügler, Marketingleiterin von Total Deutschland, das als Key-Player im Bereich Öle und Schmiermittel nicht nur für technische Kompetenz steht, sondern seit Langem auch die Patenschaft für den Zweitplatzierten im Kreis der World of Bike „Händler des Jahres“ übernimmt, ließ in ihrer Laudatio die ebenso lange wie bewegte Firmenhistorie von Hänsle Motorradsport in Ettenheim bei Freiburg Revue passieren, das bei der Award-Zeremonie von der bereits inthronisierten Nachfolger-Generation repräsentiert wurde, dem Geschäftsführer Ehepaar Sabine Hänsle und Daniel Korell. Alina Kügler lobte ein „tolles Team aus 20 Mitarbeitern“, das engagiert die Premiummarken BMW, Triumph und Kawasaki vertrete, ein überaus breitgefächertes Servicespektrum biete und sich mit Leidenschaft um seine Kunden kümmere. „Die Art und Weise, wie sie ihr Geschäft betreiben, nötigt mir großen Respekt ab“, unterstrich die Managerin, die ihrerseits die Bedeutung der Zweiradbranche für ihr Unternehmen betonte: „Der Motorradhandel ist eine wichtige Säule für uns – und wir wollen zusammen mit dem Fachhandel weiter wachsen.“

Vorzeigebetrieb
Peter Sens, General Manager Aftermarket DACH beim marktführenden Zündkerzenhersteller NGK Spark Plug und langjähriger Pate für den Goldplatzierten unter den „Händlern des Jahres“, präsentierte zu Beginn seiner Ehrenrede für den diesjährigen Gewinner dem verblüfften Auditorium ein Blatt Papier, das eine Landkarte mit viel Grün und Wasser zeigte: „Das hier ist das Ammerland, jene Region, in der Börjes American Bikes zu Hause ist“, unterstrich Peter Sens. Er zeigte sich begeistert davon, welch „richtig tollen Job“ der Harley-Davidson-Händler dort, „auf dem platten Land“, mache. Die Landschaft sei sicherlich sehr schön, die Wege aber weit, das Einzugsgebiet riesengroß. Und unter solchen Rahmenbedingungen eine derart zugkräftige Motorradunternehmung mit Fahrzeughandel, Werkstatt, Bekleidungssparte und Gastronomie ins Rollen gebracht zu haben, sei eine Meisterleistung. „Ihr seid ein echter Vorzeigebetrieb“, rief er Klaus Börjes zu – mit seinem Bruder Dieter bildet er das Geschäftsführer-Duo von Harley Weser-Ems –, der mit Gattin Michaela aus dem hohen Norden angereist war. NGK-Manager Peter Sens ließ es sich zum Finale seiner Laudatio nicht nehmen, umfänglich aus dem Urteil der Jury zu zitieren, wonach man bei Börjes American Bikes im wahren Wortsinne einen Plan habe, sich viele Gedanken um Prozesse und Betriebsabläufe mache und ein Servicelevel mit Champions-League-Niveau erreicht habe.

Macher-Mentalität
Als Laudator für den diesjährigen Ehrenpreisträger „Helme und Bekleidung“, den ebenso renommierten wie etablierten Fachhandelsspezialisten Josef Joy OHG in Holzwickede, stellte World of Bike-Redakteur Stephan Krückel die beispiellose Macher-Mentalität und den Mut des Gründers des Unternehmens, des heute 90-jährigen Deutsch-Briten Josef Joy, in den Mittelpunkt. Mit 17 Jahren sei er in der unmittelbaren Nachkriegszeit mit der britischen Rheinarmee ins Ruhrgebiet gekommen, habe zunächst kein Wort Deutsch gesprochen, aber sein Hobby, das Motocross-, Speedway- und Grasbahnfahren ausüben können. Und er habe – gleichsam als Grundstein für die spätere Karriere – seine spätere Frau kennengelernt. Der Rest sei nicht nur die Geschichte des Unternehmens Joy selbst, sondern gleichzeitig auch ein lebendiges Stück Wirtschafts- und Nachkriegsgeschichte: Josef Joy entwickelte das Geschäft intensiv weiter, legte aufgrund seiner vielen Kontakte in die Szene und durch seine Vorreiterrolle den Grundstein für weitere Erfolge. Seit 2000 ist die Nachfolge-Generation am Start, die beiden Töchter Susanne und Jennifer Joy bauten das Unternehmen gezielt auf und aus und etablierten einen Spezialisten, der weit über die Region hi­naus strahlt. Strahlende Gesichter gab es auch bei der Preisverleihung: Susanne Joy, die zusammen mit ihrem Mann Siegmund Joy sowie ihrem Neffen Patrick Joy nach Dettelbach gekommen war, freute sich sichtlich über die von Klaus Hüttinger überreichten Trophäen in Form von Pokal und Urkunde.

„Viele positive Momente“
Erstmals in der Geschichte des Wettbewerbs World of Bike „Händler des Jahres“ vergab die Jury einen Ehrenpreis für das Lebenswerk. Zuteil wurde dies dem Inhaber des Bekleidungs- und Ausrüstungsspezialisten „Michas 4U“ in Freiburg, Michael Beck, der Mitte des Jahres nach mehr als einem Vierteljahrhundert zugkräftigen Wirkens seine Präsenz am Markt beendete – „weil ich einerseits keinen Nachfolger habe, andererseits auch im passenden Alter bin aufzuhören“, wie Michael Beck betonte. Er nehme aber viele, viele positive Momente mit in seinen neuen Lebensabschnitt – allen voran, dass seine einstige Lieblingskundin seit nunmehr 22 Jahren als Partnerin an seiner Seite sei. Rike Beck nahm an der Seite ihres Mannes diese Auszeichnung sichtlich erfreut entgegen.

Und nach der Pflicht die Kür: Unterstützt von einem dreiköpfigen Köche-Team unter der Leitung von Rainer Trautenbach ging es für das Auditorium an den aktiven Teil und „ran an den Herd“. Das selbst zubereitete Menü mundete, die Gesprächsatmosphäre, nochmals befeuert von einer Gin-Verkostung, war eine überaus lebendige – und rundete einen informativen, kurzweiligen und geschmackvollen Festtag gekonnt ab.

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