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GUINNESS-Weltrekord für ZERO
13.10.2026

Mit einer serienmäßigen Zero DS hat Zero Motorcycles einen neuen GUINNESS-Weltrekord aufgestellt: 436,5 Kilometer legte das Elektromotorrad mit einer einzigen Batterieladung zurück.

Eine serienmäßige Zero DS hat einen neuen GUINNESS-Weltrekord für die längste mit einem Elektromotorrad und einer einzigen Batterieladung zurückgelegte Strecke aufgestellt. Mit 436,5 Kilometern übertraf sie die bisherige Bestmarke von 310,689 Kilometern um 125,8 Kilometer und damit um mehr als 40 Prozent. Die Rekordfahrt führte von der französisch-italienischen Alpenregion bis an die Mittelmeerküste. Die Route verlief über Bergpässe, Landstraßen sowie durch Städte und Dörfer. Die letzten 100 Kilometer wurden bei strömendem Regen zurückgelegt. Die gesamte Fahrt wurde per GPS aufgezeichnet und von GUINNESS WORLD RECORDS unabhängig geprüft und bestätigt.

Den Rekord stellte der Motorradfahrer und -enthusiast Jelle Verstaen auf einer serienmäßigen Zero DS mit optionalem, regulär erhältlichem Power Tank auf. Die DS verfügt ab Werk über eine 15,6-kWh-Batterie und bietet damit eine Reichweite von bis zu 249 Kilometern im Stadtverkehr. Der Power Tank erweitert die Kapazität um 3,6 kWh auf insgesamt 19,2 kWh.

Die erzielte Distanz liegt damit weit über der offiziellen Reichweitenangabe des Modells. Sie zeigt, welche Reichweite sich durch eine vorausschauende Fahrweise und die hohe Effizienz der Motorradkomponenten aus der verfügbaren Batteriekapazität herausholen lässt.

Vorreiter seit 20 Jahren

Zero Motorcycles wurde 2006 gegründet und feiert 2026 sein 20-jähriges Bestehen. Zwei Jahrzehnte nachdem das Unternehmen dazu beigetragen hat, Elektromotorräder als ernst zu nehmende Alternative zu Motorrädern mit Verbrennungsmotor zu etablieren, verschiebt Zero Motorcycles weiterhin die Grenzen des technisch Machbaren. Der neue Weltrekord unterstreicht diesen Anspruch eindrucksvoll.

Die Zero DS ist ein zugängliches, für die Führerscheinklasse A1 geeignetes Dual-Sport-Motorrad. In einigen Märkten kann sie auch mit dem Pkw-Führerschein der Klasse B gefahren werden. Als leichtere Schwester der DSR/X verbindet sie Alltagstauglichkeit mit der Z-Force-Antriebstechnologie, die in der gesamten Modellpalette von Zero Motorcycles zum Einsatz kommt. Dazu gehören eine integrierte Batterie mit hoher Energiedichte, ein passiv gekühlter Innenläufer-Permanentmagnetmotor sowie eine in das Fahrerlebnis integrierte Rekuperation.

Diese Technik spielte bei der Rekordfahrt eine zentrale Rolle. Abgesehen vom optional erhältlichen Power Tank kamen weder nicht serienmäßige Zusatzbatterien noch technische Modifikationen zum Einsatz. Das Motorrad fuhr mit Serienreifen und dem serienmäßig vorgesehenen Reifendruck. Ausschlaggebend für die erzielte Distanz waren die hohe Energiedichte der Z-Force-Batterie, die geringen Verluste im Antriebsstrang sowie die Fähigkeit des Rekuperationssystems, unter geeigneten Strecken- und Fahrbedingungen Energie zurückzugewinnen.

„Seit 20 Jahren verschieben wir die Grenzen der Elektromotorrad-Technologie. Unsere Community hat Millionen von Kilometern zurückgelegt und damit gezeigt, was diese Technologie leisten kann. Der neue Rekord beweist, dass unser Fokus auf Performance ungebrochen ist. Die Sorge um die Reichweite stellt für viele potenzielle Fahrerinnen und Fahrer nach wie vor eine Hürde dar. Mit einer unter realen Bedingungen erzielten Reichweite von mehr als 400 Kilometern mit einer einzigen Batterieladung zeigen wir, was möglich ist, und möchten die nächste Generation für Zero Motorcycles begeistern“, sagte Jarno Middelbosch, Senior Director Global Marketing bei Zero Motorcycles.

Wie der Rekord erreicht wurde

Die Rekordfahrt fand nicht auf einer Teststrecke, sondern ausschließlich auf öffentlichen Straßen statt. Die Route führte über Nebenstraßen und französische Départementstraßen. Autobahnen wurden nicht genutzt. Damit umfasste die Strecke typische Bedingungen, denen Motorradfahrer im Alltag begegnen: Höhenunterschiede und Bergpässe, Ortsdurchfahrten, Dörfer und offene Landstraßen.

Auch das Wetter stellte die Beteiligten vor eine zusätzliche Herausforderung. Bis zum Erreichen der Camargue blieben die Bedingungen trocken und angenehm. Dann zog ein
heftiges Unwetter auf, das bis zum Ende der Fahrt anhielt. Die letzten 100 Kilometer wurden bei strömendem Regen zurückgelegt.

Die Route war sorgfältig geplant, um eine hohe Energieeffizienz mit realistischen Fahrbedingungen zu verbinden. Sie führte von der französisch-italienischen Alpenregion in Richtung Mittelmeerküste und war so angelegt, dass die Fahrt möglichst gleichmäßig verlief. Energieintensives Anfahren an Ampeln und Kreuzungen wurde nach Möglichkeit vermieden.

Auf den Bergabschnitten nutzte der Fahrer die Rekuperation gezielt, um Energie zurückzugewinnen und wieder in die Batterie einzuspeisen. Auf den offeneren Straßen in Richtung Küste half eine konstante Reisegeschwindigkeit dabei, den Energieverbrauch niedrig zu halten. Dieser steigt mit zunehmender Geschwindigkeit deutlich an.

Der Rekordversuch war zugleich eine Teamleistung. Drei Fahrer starteten gemeinsam auf Motorrädern von Zero Motorcycles. Alle drei übertrafen die bisherige Rekordmarke von 310,689 Kilometern deutlich.

Der Zero-Motorcycles-Kunde Louis Renaud nahm zunächst als unabhängiger Zeuge an der Fahrt teil und entschied sich dann, mit seiner eigenen serienmäßigen SR/S ebenfalls am Rekordversuch teilzunehmen. Er legte 350 Kilometer zurück und beendete seine Fahrt mit einer Restladung von vier Prozent. Jenny Brookes, Senior Global Brand Manager bei Zero Motorcycles, erreichte auf einer serienmäßigen DSR/X eine Distanz von 384 Kilometern, bevor die Batterie leer war. Die größte Reichweite erzielte Jelle Verstaen: Seine mit dem Power Tank ausgestattete Zero DS legte 436,5 Kilometer zurück.

Alle drei Fahrer waren zudem mit einer deutlich höheren Durchschnittsgeschwindigkeit unterwegs als beim bisherigen Rekordversuch. Soweit Straßenverhältnisse und Tempolimits es zuließen, hielt die Gruppe eine durchschnittliche Reisegeschwindigkeit von rund 52 km/h.

„Ein Rekord ist nur dann wirklich aussagekräftig, wenn Fahrerinnen und Fahrer ihn nachvollziehen können. Hier waren drei Serienmotorräder unterwegs, genau so, wie sie unsere Händler verlassen. Eines davon wurde von einem Kunden von Zero Motorcycles gefahren. Alle drei übertrafen den bisherigen Rekord. Das ist kein Einzelerfolg, sondern zeigt, was unsere Technologie bereits heute leisten kann. Und wir werden die Messlatte weiter anheben“, sagte Pierre-Martin Bos, CEO von Zero Motorcycles.

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Aktuelle Ausgabe: 04/26