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Expansion: Piaggio bringt die Ape nach Ägypten
16.04.2018

Der italienische Fahrzeugkonzern sucht weltweit nach Absatzmöglichkeiten und nimmt deshalb den volumenstarken Markt an der Schnittstelle von Afrika und Nahem Osten ins Visier.

Wie die Piaggio-Gruppe erkannt haben will, soll Ägypten hinter Nigeria mit rund 70.000 verkauften leichten Nutzfahrzeugen im Jahr 2017 weltweit der zweitgrößte Exportmarkt für dreirädrige Fahrzeuge gewesen und überhaupt in der vergangenen Dekade wirtschaftlich stark gewachsen sein. Prädestiniertes Gelände also für das Piaggio-Erfolgsmodell Ape, das 2018 nicht nur seinen 70. Geburtstag, sondern auch sein Debüt in Ägypten und damit in einem Land an der wirtschaftsstrategisch wichtigen Schnittstelle von Afrika und Nahem Osten feiert.

„Die Piaggio-Gruppe arbeitet seit vielen Jahren daran, die Exporte von leichten Nutzfahrzeugen in Schwellenländer auszubauen“, lässt sich Roberto Colaninno, Chairman und CEO der Piaggio-Gruppe, in einer Pressemitteilung zu den Ägypten-Plänen des Herstellers zitieren. Den Launch auf dem ägyptischen Markt gestaltet Piaggio, das unlängst von der Ratingagentur Standard & Poor’s mit „BB-“ bewertet wurde, allerdings nicht in Eigenregie, sondern, wie es im Pressetext heißt, „in Partnerschaft mit einem internationalen Unternehmen, das in den größten Städten des Landes verwurzelt ist“. Bis zum kommenden Herbst will man zehn Verkaufsstellen eröffnen und ein „weitreichendes Vertriebs- und Servicenetz“ im Land aufbauen.

Piaggios Lasteneselchen soll in Ägypten in den Versionen Ape Cargo (Güterverkehr), Ape City und Ape Romanza (Personenverkehr) vorfahren, vermutlich ausgerüstet mit dem in Schwellenländern üblichen Dieselmotor, den Piaggio für diese Märkte in zwei Hubraumvarianten mit 501 und 601 Kubikzentimetern im Regal hat. Eingesetzt werden sollen die Fahrzeuge bei Taxidiensten, als mobile Läden oder bei kleinen Transportunternehmen, heißt es.

Die Piaggio-Gruppe verkaufte nach eigenen Angaben 2017 weltweit 176.800 Nutzfahrzeuge und erzielte in diesem Zeitraum einen Umsatz von 391,9 Millionen Euro. In Indien, wo Piaggio auch ein eigenes Werk betreibt, sei man mit einem Marktanteil von 48,8 Prozent führender Anbieter im Frachtbereich, versichern die Italiener.

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