Stephan Schaller dankt als Motorrad-Chef von BMW ab und wechselt als Vorsitzender der Geschäftsführung zum Heidenheimer Technologiekonzern Voith. Branche

Schaller wechselt von BMW zu Voith
19. 9. 2017

Paukenschlag in München: Wie BMW Motorrad jetzt auf Nachfrage bestätigte, wird der bisherige Chef der Motorradsparte beim bayerischen Autobauer, Stephan Schaller, das Unternehmen zum 31. März 2018 verlassen. Zuvor hatte der Voith-Konzern gemeldet, dass Schaller ab 1. April 2018 die Nachfolge des in den Ruhestand wechselnden Dr. Hubert Lienhard als Vorsitzender der Geschäftsführung des Heidenheimer Technologiekonzerns antreten wird.

„Seit seinem Start im Sommer 2012 als Leiter BMW Motorrad haben Herr Schaller und seine Mannschaft mit einer klar auf Markenstärke, Internationalisierung und Wachstum ausgerichteten Strategie BMW Motorrad sehr positiv weiterentwickelt“, bilanzieren die Bayern in ihrer Stellungnahme das Wirken ihres Motorrad-Chefs. Nach sechs Rekordjahren in Folge stehe die Marke heute so stark und erfolgreich da wie nie zuvor. BMW Motorrad beschäftigt nach eigenen Angaben aktuell rund 4.000 Mitarbeiter und erzielte 2016 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 185 Millionen Euro bei einem Umsatz von erstmals mehr als zwei Milliarden Euro.

Schaller, der nach Angaben seines neuen Arbeitgebers bereits seit 2015 im Gesellschafterausschuss von Voith sitzt, ist studierter Maschinenbauer und begann seine berufliche Laufbahn 1981 bei BMW und hatte bis 1999 verschiedene Management- und Führungspositionen bei dem Autobauer inne. Danach wechselte der 1957 geborene Schaller zur Linde AG, 2004 schließlich als Produktionsvorstand in die Nutzfahrzeugsparte der Volkswagen AG. Dort fungierte er ab 2007 dann als Sprecher des Vorstands. 2010 wurde Schaller zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Schott AG berufen, bevor er im Juni 2012 zum Leiter der globalen Motorradsparte der BMW Group ernannt wurde. Mit Ernennung zum Voith-Chef wird Schaller nach Unternehmensangaben seinen Sitz im Gesellschafterausschuss für Dr. Hubert Lienhard räumen.

„Mit Stephan Schaller haben wir den idealen Nachfolger für Dr. Lienhard gefunden. Er hat alle strategischen Themen und Inhalte des Unternehmens in den letzten Jahren bereits in seiner Rolle als Mitglied des Voith- Gesellschafterausschusses begleitet und kennt Voith und unsere Strukturen hervorragend. Damit stellen wir in der Nachfolge eine hohe Kontinuität für das Unternehmen sicher. Gleichzeitig bringt Stephan Schaller langjährige, internationale Konzern- und Vorstandserfahrung in unterschiedlichen Branchen und Industrien außerhalb von Voith mit. Er war unter anderem in führender Position für zwei der größten Automobilkonzerne der Welt tätig. Wir freuen uns, dass wir diese profilierte Führungspersönlichkeit aus der deutschen Wirtschaft für Voith gewinnen konnten“, so Professor Dr. Hans- Peter Keitel, Vorsitzender des Gesellschafterausschusses der Voith Management GmbH und des Aufsichtsrats der Voith GmbH & Co. KGaA.

Voith gilt mit rund 19.000 Mitarbeitern, 4,3 Milliarden Euro Umsatz und Standorten in über 60 Ländern als eines der großen Familienunternehmen Europas.

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