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Satire

Fränkie: Das waren noch Zeiten... ( Achtung Satire)
Was ist Fränkie?
12. 2. 2018

...als über 50 Prozent der Familien am Samstag Abend vor ihrem Fernseher saßen und von 20:15 Uhr bis 22 Uhr nicht ansprechbar waren, wenn Rudi Carrell rief: „Band ab!“ Nie erkannten wir alle Gegenstände der Sendung „Am laufenden Band“. Oder wir riefen „Höher! Nein: links!“, wenn es darum ging, den „Goldenen Schuss“ von Vico Torriani zu platzieren. Und am Dienstag wechselte sich Bernhard Grzimeks „Ein Platz für Tiere“ mit „Was bin ich?“ von Robert Lembke ab.

Ja, das waren noch Zeiten, an die ich gerne zurückdenken mag. Im Schoße der Familie, rechts der Vater, links die Mutter und ich als Nesthäkchen in der Mitte. Bruder und Schwester saßen vor dem Wohnzimmertisch, um ebenfalls den besten Blick auf den alten Schwarz-Weiß-Fernseher zu bekommen.

Dann reihten sich die Showmaster aneinander – Hans Joachim Kulenkampff, Peter Frankenfeld, Vico Torriani, Hans Rosenthal, Wim Thoelke, Rudi Carrell und Co. – und luden ins Abendprogramm ein. Chris Howland präsentierte „Musik aus Studio B“. Das durften wir damals allerdings nicht anschauen. Zu verrückt, meinte der Vater.

Wenn Heintje sang, dann weinten Vater und Mutter vor Glück, denn jeder wollte damals einen Heintje in der Familie haben. Die Zitronenlimonade gab es noch aus Glasflaschen, statt Chips gab es Walnüsse aus dem Keller. Und alle waren glücklich.

Jeden Tag wurde gekocht und die Familie saß zusammen. Einmal die Woche ging es zum Einkaufen, das reichte völlig aus. Jeder in der Familie hatte seine Aufgaben. Alles war klar geregelt. Sorgen kannte man zwar auch, aber das, was wir heute erleben, hat mit Familienleben nichts mehr zu tun.

Schwelgen Sie mit mir in der Vergangenheit und träumen Sie ein wenig von der guten alten Fernsehzeit.



Euer Fränkie aus Franken.
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